Frank Heibert (Übersetzer) und Bastian Häfner (Lektor, Rowohlt Theaterverlag)
Wie sollen die Figuren in Theaterstücken und Romanen sprechen? Diese Aufgabe stellt sich im Übersetzeralltag ständig, kann aber nicht einfach „frei Schnauze“ gelöst werden. Die Aufgabe, den richtigen Ton, die Stimme, den szenischen Gehalt eines Textes zu finden, muss auf der Ebene der einzelnen Figur betrachtet und in Bezug zum Autorenstil gesetzt werden. Dabei kommt es darauf an, am Originaltext erkennen zu lernen, welche Funktionen die Dialoge haben – stilistisch, kontextuell und auf die Wirkungsweise des Textes und seines Genres bezogen.
Wie unterscheiden sich die Bedingungen, nach denen Dialoge in Prosa und Drama funktionieren? Welchen Einfluss haben der gesamte Stil und das Genre eines Textes auf die Figurenrede? Welche Arten verschriftlichter Mündlichkeit gibt es? Wie charakterisiert man mit seinen Übersetzungsentscheidungen die sprechenden Figuren? Außerdem: Welchen Einfluss hat der Theater-Markt auf die Übersetzung? Und eine kurze Vertragskunde für Theaterübersetzungen.
Übersetzungserfahrung (mindestens zwei publizierte Bücher bzw.
aufgeführte oder von einem Theaterverlag vertretene Theaterstücke)
kurze Bio-Bibliografie und ca. 5-7 Normseiten bzw. eine Szene einer noch unveröffentlichten bzw. nicht abgegebenen Übersetzung (dialoggeprägte Prosapassage oder Theaterszene) mit Original und Hinweisen auf besondere Problemstellung; die eingereichten Texte werden im Seminar einbezogen.
Europäisches Übersetzer-Kollegium
Stichwort „Seminar Dialogübersetzen“
Postfach 1162
47628 Straelen
Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds