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Ryszard Wojnakowski (Polen)

Juli bis September 2005

 

Lebenslauf


Ryszard Wojnakowski (geb. 1956) stammt aus Krakau. Nach dem Studium der Germanistik war er kurze Zeit als Deutschlehrer, anschließend zehn Jahre lang als Verlagslektor tätig, ehe er sich 1993 selbstständig machte.

 

Bereits während des Studiums war ihm klar, was er werden wollte - Übersetzer; in diese Zeit datieren seine ersten Übertragungen.

 

In den frühen achtziger Jahren waren in Polen die Voraussetzungen für einen Senkrechtstart in dem erträumten Beruf allerdings nicht gerade günstig. Und so dauerte es eine Weile, bis er sich als Übersetzer etablieren konnte. Heute blickt er auf mehr als sechzig Buchpublikationen zurück.

 

Als ersten großen Schriftsteller übersetzte er Heinrich Böll. Auch einige weitere Schriftsteller, von denen er mehr als ein Werk ins Polnische übertrug, schätzt er sehr: Klaus Mann, Erich Maria Remarque (zum Teil neu übersetzt), Edgar Hilsenrath, Tanja Kinkel, Michael Ende. Zu den bedeutenden Autoren der Kultur- und Ideengeschichte zählen insbesondere Martin Buber, Gershom Scholem, Franz Dornseiff und Manfred Lurker, die alle durch ihre religions- und sprachwissenschaftlichen Werke bekannt wurden.

 

Nach der Wende übersetzte Ryszard Wojnakowski erstmals auch Sachbücher, unter anderem über das Dritte Reich.

 

Seit fünf Jahren ist er Herausgeber zeitgenössischer österreichischer Lyrik; er selbst übersetzte für diese Reihe Gedichte unter anderem von Ilse Aichinger und Friederike Mayröcker. Theaterstücke und Web-Projekte runden sein bisheriges Übersetzerisches Schaffen ab.

 

1994 erhielt er für seine Übertragung von Edgar Hilsenraths Märchen vom letzten Gedanken den Förderpreis der Bosch-Stiftung, 1996 den Preis des Polnischen Übersetzerverbandes für Münchhausen von Karl Immermann.

 

Derzeit übersetzt er den dritten Teil eines großangelegten historischen Romans über die Kinder des Gral, Die Krone der Welt von Peter Berling (für den Verlag Książnica in Katowice). Parallel dazu bereitet den nächsten Band seiner Lyrikreihe, Gedichte von Lisa Mayer, vor.

Bibliographie (eine Auswahl)

Belletristik

* K. Mann, „Bauchredner”. Wydawnictwo Literackie, 1986;

* J. Pestum, „Zeit der Träume”. Iskry, 1988;

* F. R. Fries, „Alexanders neue Welten”. Czytelnik, 1988;

* H. Böll, „Frauen vor Flußlandschaft“. Wydawnictwo Poznańskie, 1989;

* H. H. Jahnn, „13 nicht geheure Geschichten“. Wydawnictwo Literackie, 1990;

* A. Andersch, „Der Vater eines Mörders“. Wydawnictwo Literackie, 1990;

* K. Mann, „Flucht in den Norden”. Przedświt, 1992;

* E. M. Remarque, „Der Himmel kennt keine Günstlinge“. Czytelnik, 1992;

* O. Basil, „Wenn das der Führer wüßte“. Alfa, 1993;

* K. May, „In den Schluchten des Balkans“. Rebis, 1993;

* H. Böll, „Gruppenbild mit Dame”. Czytelnik, 1993;

* H. Stern, „Mann aus Apulien”. KAW, 1993;

* E. Kishon, „Kishon für Steuerzahler“. Wydawnictwo, 1994;

* E. Hilsenrath, „Der Nazi & der Friseur”. Wydawnictwo Literackie, 1994;

* E. M. Remarque, „Der Feind“. Czytelnik, 1995;

* E. M. Remarque, „Der Funke Leben“. Czytelnik, 1995;

* H. H. Kirst, „Alles hat seinen Preis”. Interart, 1996;

* K. L. Immermann, „Münchhausen“. Verum, 1996;

* T. Kinkel, „Mondlaub”. Świat Książki, 1997;

* T. Kinkel, „Die Schatten von La Rochelle”. Świat Książki, 1998;

* P. Henning, „Tod eines Eisvogels“. Książnica, 1998;
* Ch. Busta, „Kleine Apologie für die Menschen”. Oficyna Literacka, 1998;

* H. Mühlenfels, „Polnische Elegie”. Baran i Suszczyński, 1999;

* S. Heym, „Ahasver“. Oficyna Literacka, 2000;

* Ch. Lavant, „Der nächtliche Pfauenschrei” (Gedichte). Oficyna Lit., 2000;

* M. Ende, „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Siedmioróg, 2001;

* Ch. Busta, „Inmitten aller Vergänglichkeit“ (Gedichte). Antykwa, 2002;

* I. Aichinger, „Verschenkter Rat“ (Gedichte). Antykwa, 2002;

* E.M. Remarque, „Die Nacht von Lissabon“. Rebis, 2003;

* B. Schlink, „Liebesfluchten“. Wydawnictwo Polsko-Niemieckie, 2003;

* F. Mayröcker, „Grüne Montage“ (Gedichte). Antykwa, 2003;

* M. Ende, „Jim Knopf und die Wilde 13”. Siedmioróg, 2004;

* E. M. Remarque, „Schatten im Paradies“. Rebis, 2004.

In Anthologien

* J. W. Goethe (ästhetische Schriften), C. Lambrecht, K. David, R. Musil.

Sachbücher

* M. Lurker, „Die Botschaft der Symbole“. Znak, 1994;

* G. Scholem, „Zur Kabbala und ihrer Symbolik”. Znak, 1996;

* P. Pawlowsky, „Christentum“. Znak, 1997;

* S. Cyrus, „Die Indianer Nordamerikas“. Znak, 1997;
* D. Scheck, „King Kong, Spock & Drella“. Baran i Suszczyński, 1997;

* E. Krämer, G. Trenkler, „Lexikon der populären Irrtümer”. Świat Książki, 1997;

* M. Buber, „Moses“. Cyklady, 1998;

* L. Aresin, K. Starke, „Lexikon der Erotik”. Książnica, 1998;

* D. Schmitz-Köster, „Deutsche Mutter, bist du bereit. Alltag im Lebensborn“. Trio, 1999;

* H. Conen, „Optimisten brauchen keinen Regenschirm“. Świat Książki, 1999;

* E. v. Däniken, "Im Namen von Zeus“. Świat Książki, 2000;

* S. Fischer-Fabian, „Alexander der Große“. Świat Książki, 2000;

* F. Dornseiff, "Das Alphabet in Mystik und Magie“. Cyklady, 2001;

* R. du Bois, „Jugendkrisen“. Klub dla Ciebie, 2001;

* G. Knopp, „Hitlers Frauen und Marlene“. Świat Książki, 2002;

* A. Woldan, „Der Österreich-Mythos in der polnischen Literatur“. MCK, 2002;

* S. Maiwald, G. Mischler, „Sexualität unter dem Hakenkreuz“. Trio, 2003;

* Ch. Reuter, „Mein Leben ist eine Waffe. Selbstmordattentäter“. Świat Książki, 2003.

Sonstiges

* K. Millöcker, R. Genée, „Gasparone” (Operettenlibretto);

* G. Hauptmann, „Die schwarze Maske” (Theaterstück/Opernlibretto);

* E. Ruge, „Babelsberger Elegie“ (Theaterstück);

* E. Ruge, „Restwärme“ (Theaterstück);

* „Lernen aus der Geschichte“ (Website zum Thema Holocaust)

 

 

Stand: Juli 2005